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Schwimmbrille mit Sehstärke: So findest du Dioptrie und Passform

Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit Redaktion Poolroboter-Poolsauger.de

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Kurz & klar

Eine Schwimmbrille mit Sehstärke hat Korrekturgläser und ersetzt beim Schwimmen deine normale Brille. Fertige Modelle gibt es für Kurzsichtige meist von etwa −1,5 bis −8,0 Dioptrien in halben Schritten, oft mit unterschiedlichen Werten für links und rechts. Bei Weitsichtigkeit ist die Auswahl kleiner, und eine Hornhautverkrümmung korrigieren Standardgläser nicht: Dann hilft ein Optiker mit individuell gefertigten Gläsern.

Typischer Bereich
ca. −1,5 bis −8,0 dpt
Schrittweite
meist 0,5 dpt
Hornhautverkrümmung
nur mit Spezialgläsern
Pflege
klar abspülen, innen nicht reiben
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Wie funktioniert eine Schwimmbrille mit Sehstärke?
  2. 2.Für wen lohnt sich eine optische Schwimmbrille?
  3. 3.Welche Dioptrie solltest du wählen?
  4. 4.Kontaktlinsen statt optischer Schwimmbrille?
  5. 5.Worauf kommt es beim Kauf an?
  6. 6.Fertige Brille oder Anfertigung beim Optiker?
  7. 7.Was kostet eine Schwimmbrille mit Sehstärke?
  8. 8.Wie pflegst du eine optische Schwimmbrille?
  9. 9.Typische Probleme und ihre Lösung
  10. 10.Was du sonst noch für den Pool brauchen kannst
  11. 11.Häufige Fragen

Wie funktioniert eine Schwimmbrille mit Sehstärke?

Eine optische Schwimmbrille ist eine normale Schwimmbrille, deren Gläser geschliffen oder gegossen sind wie Brillengläser. Zwischen Glas und Auge bleibt Luft, deshalb wirkt die Korrektur ähnlich wie bei einer Brille an Land. Ohne Korrektur sehen Kurzsichtige unter Wasser oft nur Umrisse, was beim Bahnenschwimmen, Wenden oder im vollen Freibad lästig und auch unsicher ist.

Es gibt zwei Wege:

  • Fertige optische Brillen mit festen Stufen, meist in 0,5-Dioptrien-Schritten. Günstig und sofort lieferbar.
  • Individuell gefertigte Gläser vom Optiker. Teurer, dafür auch für Hornhautverkrümmung und ungewöhnliche Werte.

Für wen lohnt sich eine optische Schwimmbrille?

Sie lohnt sich für alle, die ohne Brille unscharf sehen und regelmäßig schwimmen. Besonders hilfreich ist sie für:

  • Kurzsichtige, die Bahnmarkierungen, Uhr und andere Schwimmer erkennen wollen
  • Kinder mit Brille, die im Schwimmkurs sonst wenig sehen
  • Menschen, die keine Kontaktlinsen tragen wollen oder dürfen
  • Weitsichtige, wenn sie nah am Beckenrand etwas lesen oder die Uhr ablesen möchten

Wer nur ab und zu im eigenen Gartenpool planscht, kommt oft auch ohne aus. Für alle anderen ist sie eine günstige Anschaffung, die den Spaß im Wasser deutlich erhöht.

Welche Dioptrie solltest du wählen?

Grundlage ist dein aktueller Brillenpass. Dort stehen für jedes Auge drei Werte:

Kürzel Bedeutung Für die Schwimmbrille
Sph (Sphäre) Kurz- oder Weitsichtigkeit der wichtigste Wert
Cyl (Zylinder) Hornhautverkrümmung wird von Standardgläsern nicht korrigiert
Achse Richtung der Verkrümmung nur für Spezialgläser relevant

Bei einer leichten Hornhautverkrümmung empfehlen viele Anbieter, das sogenannte sphärische Äquivalent zu wählen: Sphäre plus halber Zylinderwert. Ein Beispiel: Sph −3,0 und Cyl −1,0 ergibt rechnerisch −3,5. Liegst du zwischen zwei Stufen, greifen viele zur schwächeren. Bei größeren Zylinderwerten oder Unsicherheit frag deinen Optiker.

Was, wenn beide Augen unterschiedlich sind?

Viele Modelle lassen sich mit unterschiedlichen Gläsern bestellen, entweder direkt bei der Bestellung oder durch Tauschen der Einzelgläser. Achte darauf, dass das bei deinem Wunschmodell möglich ist. Bei sehr großen Unterschieden zwischen beiden Augen ist eine Anpassung beim Optiker sinnvoll.

Und bei Weitsichtigkeit?

Fertige Plusgläser sind seltener. Einige Hersteller bieten sie an, meist bis etwa +8,0. Wer nur eine Lesebrille braucht, sieht beim Schwimmen in die Ferne ohnehin scharf und braucht oft gar keine Korrektur.

Kontaktlinsen statt optischer Schwimmbrille?

Augenärzte und Kontaktlinsen-Anbieter raten in der Regel davon ab, Kontaktlinsen ohne dicht sitzende Schwimmbrille im Wasser zu tragen. Keime aus Pool, See oder Meer können sich unter der Linse festsetzen und das Auge entzünden. Wer trotzdem mit Linsen schwimmen möchte, sollte das vorher augenärztlich besprechen. Die optische Schwimmbrille umgeht das Problem.

Worauf kommt es beim Kauf an?

Passt die Dichtung?

Eine Schwimmbrille muss dicht sein, ohne zu drücken. Test vor dem ersten Schwimmen: Brille ohne Kopfband auf die Augen drücken. Saugt sie sich einige Sekunden fest, passt die Form. Weiche Silikondichtungen und austauschbare Nasenstege helfen, den Abstand zwischen den Augen richtig einzustellen.

Welche Glastönung ist sinnvoll?

  • Klar: Für Hallenbäder und trübe Tage.
  • Getönt oder rauchgrau: Für Freibad und Gartenpool in der Sonne.
  • Verspiegelt: Für sehr helles Licht und Freiwasser.

UV-Schutz bringen fast alle Modelle mit, wichtig ist er vor allem draußen.

Wie groß ist das Sichtfeld?

Größere, leicht gebogene Gläser zeigen mehr vom Umfeld, flache Wettkampfbrillen sitzen dafür enger und verrutschen weniger. Für Freizeitschwimmer ist ein großes Sichtfeld angenehmer. Einen Überblick über Modelle ohne Sehstärke gibt unser Schwimmbrillen-Vergleich.

Wie wird das Kopfband verstellt?

Geteilte Kopfbänder liegen stabiler am Hinterkopf. Schnellverschlüsse an den Seiten machen das Anpassen leichter, gerade bei Kindern.

Fertige Brille oder Anfertigung beim Optiker?

Für die meisten Kurzsichtigen mit ähnlichen Werten auf beiden Augen reicht eine fertige optische Schwimmbrille. Sie kostet meist nicht mehr als eine gute Markenbrille ohne Sehstärke und ist sofort einsatzbereit.

Eine Anfertigung beim Optiker lohnt sich vor allem in diesen Fällen:

  • Deutliche Hornhautverkrümmung, die mit dem sphärischen Äquivalent nicht ausreichend ausgeglichen wird
  • Werte außerhalb der üblichen Stufen, etwa sehr hohe Kurzsichtigkeit
  • Kinder mit komplexen Werten, bei denen die Brille wirklich passen muss

Frag am besten direkt nach, welche Schwimmbrillen dein Optiker verglasen kann. Nicht jedes Modell lässt sich mit individuellen Gläsern ausstatten.

Was kostet eine Schwimmbrille mit Sehstärke?

Einfache fertige Modelle gibt es ab etwa 15 €, bekannte Marken mit Einzelgläsern liegen meist zwischen 25 und 70 €. Individuell gefertigte Gläser vom Optiker kosten deutlich mehr, je nach Werten und Glasart. Ersatzteile wie Nasenstege oder Kopfbänder sind bei manchen Markenmodellen einzeln erhältlich. Das verlängert die Lebensdauer.

Wie pflegst du eine optische Schwimmbrille?

Die meisten Brillen gehen nicht kaputt, sondern verlieren ihre Anti-Beschlag-Beschichtung. So hält sie länger:

  1. Nach jedem Schwimmen mit klarem, kaltem Wasser abspülen. Chlor- und Salzwasser greifen Dichtungen und Beschichtung an.
  2. Innen nicht berühren und nicht wischen. Finger, Handtuch und Ärmel zerstören die Anti-Fog-Schicht.
  3. An der Luft trocknen lassen, aber nicht in praller Sonne oder auf der Heizung.
  4. Im Etui lagern, damit die Gläser nicht verkratzen und die Dichtungen nicht verformen.
  5. Keine Reinigungsmittel und kein heißes Wasser verwenden. Spezielle Reinigungs- oder Anti-Fog-Sprays für Schwimmbrillen gibt es im Sportfachhandel und online, normal ist klares Wasser aber ausreichend.

Praxis-Tipp: Leg dir eine zweite, günstige Brille in die Badetasche. Reißt das Kopfband im Urlaub, stehst du sonst ohne Sehhilfe am Beckenrand.

Typische Probleme und ihre Lösung

Problem Ursache Lösung
Brille läuft voll Dichtung passt nicht, Band zu locker anderen Nasensteg probieren, Band nachziehen
Drückt und hinterlässt Ringe Band zu fest lockerer stellen, weichere Dichtung wählen
Beschlägt Beschichtung beschädigt nicht mehr wischen, Anti-Fog-Spray
Unscharf trotz richtiger Werte Augenabstand passt nicht Nasensteg wechseln, Optiker fragen
Anstrengendes Sehen, Kopfschmerzen Stärke passt nicht zu deinen Werten Werte beim Optiker oder augenärztlich prüfen lassen

Was du sonst noch für den Pool brauchen kannst

Wer viel schwimmt, hat oft auch mit Wasser in den Ohren zu kämpfen. Tipps dazu stehen im Ratgeber Wasser im Ohr. Zum Schnorcheln im Urlaub ist eine Maske mit Nasenteil die bessere Wahl, siehe Schnorchelmasken-Vergleich. Und wenn die Augen im Salzwasserpool brennen, findest du unter Salzwasserpool: Augen brennen die häufigsten Ursachen.

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Häufige Fragen

Kann ich meine normale Brille unter der Schwimmbrille tragen?

Nein. Eine Brille passt nicht unter die Dichtung, die Schwimmbrille läuft voll und das Gestell kann Augen oder Gesicht verletzen. Für Brillenträger gibt es deshalb Schwimmbrillen mit eingebauter Sehstärke.

Kann ich mit einer optischen Schwimmbrille tauchen?

Für Schnorcheln an der Oberfläche ja, zum Abtauchen in die Tiefe nicht. Schwimmbrillen umschließen nur die Augen, sodass du den Druck nicht über die Nase ausgleichen kannst. Dafür gibt es Taucherbrillen, die sich teilweise mit Korrekturgläsern ausstatten lassen, siehe Taucherbrillen-Vergleich.

Gibt es Schwimmbrillen mit Sehstärke für Kinder?

Ja, einige Anbieter haben kleinere Rahmen oder geben ihre Modelle für Kinder frei. Wichtig ist, dass die Dichtung zum schmaleren Gesicht passt. Lass die Sehstärke bei Kindern regelmäßig augenärztlich prüfen, denn sie ändert sich oft schnell.

Was tun, wenn die Schwimmbrille beschlägt?

Meist ist die Anti-Fog-Beschichtung durch Reiben beschädigt. Spüle die Brille nur mit klarem Wasser, wische innen nicht mit Fingern oder Handtuch und nutze bei Bedarf ein Anti-Beschlag-Spray. Hilft das nicht mehr, ist eine neue Brille fällig.

Warum brennen die Augen trotz Schwimmbrille?

Häufig sitzt die Brille nicht ganz dicht, oder Wasser gelangt beim Auf- und Absetzen an die Augen. Gereizte Augen nach dem Baden haben oft mit gebundenem Chlor oder einem falschen pH-Wert zu tun. Mehr dazu unter Pool riecht nach Chlor. Bei anhaltenden Beschwerden lass die Augen ärztlich anschauen.

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