Kurz & klar
Für kleine Aufstellpools bis etwa 10 m³ ist eine Kartuschenfilterpumpe mit rund 2.000 l/h wie die Intex C530 oder die Bestway Flowclear die passende Wahl. Größere Frame-Pools brauchen deutlich stärkere Modelle, und ab etwa 10 m³ ist eine Sandfilteranlage meist die wirtschaftlichere Lösung. Entscheidend ist nicht die maximale Poolgröße auf dem Karton, sondern dass das Wasser zwei- bis dreimal täglich durch den Filter läuft.
- Ideal für
- Pools bis ca. 10 m³
- Umwälzung
- 2–3× pro Tag
- Kartuschenwechsel
- Richtwert ca. alle 2 Wochen
Unsere Auswahl im Überblick
Ausgewählt nach Einsatzzweck, technischen Daten und Erfahrungsberichten. Kein Labortest, sondern ein nachvollziehbarer Vergleich – so gehen wir vor.
| Modell | Am besten für | Pumpenleistung | Poolgröße | Kartusche | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
1. Intex C530 Unsere Empfehlung | Intex Easy Set und Frame bis ca. 4,5 m, Pools um 8–10 m³ | 2.006 l/h | bis 13.600 l (Hersteller) | Intex Typ A | 39,95 € |
2. Bestway Flowclear Filterpumpe 2.006 l/h Für Bestway-Pools | Bestway Steel Pro, Power Steel, Fast Set, Pools um 8–10 m³ | 2.006 l/h (Durchfluss 1.817 l/h) | 1.100–14.300 l (Hersteller) | Bestway Gr. II | 57,00 € |
3. Intex C1500 Für große Pools | Intex Easy Set 5,49 m, Frame-Pools 5,49–6,10 m | 5.678 l/h (System 4.164 l/h) | Easy Set/Frame bis 6,10 m | Intex Typ A | 91,69 € |
4. Intex C2500 | Sehr große Aufstellpools, Automatischer Betrieb | 9.463 l/h | bis 52.900 l (Hersteller) | Intex Typ B | 136,69 € |
5. Intex C330 Für kleine Pools | Intex Easy Set 3,05 m, Small Frame 3 × 2 m | 1.250 l/h | bis 7.900 l (Hersteller) | Intex Typ H | 32,95 € |
6. Summer Fun Skimmy 2 | Stahlwandbecken ohne externe Filteranlage, Oberflächenreinigung | 1,7 m³/h | Stahlwandbecken | im Gerät, inklusive | 39,99 € |
Inhaltsverzeichnis
- 1.Die Modelle im Detail
- 2.Welcher Kartuschenfilter passt zu deinem Pool?
- 3.Wie groß muss die Filterpumpe sein?
- 4.Worauf kommt es beim Kauf an?
- 5.Kartuschenfilter oder Sandfilter: Wann lohnt sich was?
- 6.So schließt du die Kartuschenfilteranlage richtig an
- 7.Wie pflegst du den Kartuschenfilter im Alltag?
- 8.Originalkartusche oder günstiger Nachbau?
- 9.Wie lagerst du den Kartuschenfilter über den Winter?
- 10.Welche Fehler passieren häufig?
- 11.Was kostet ein Kartuschenfilter im Betrieb?
- 12.Häufige Fragen
Die Modelle im Detail
1 Intex C530
Intex Easy Set und Frame bis ca. 4,5 mPools um 8–10 m³
Die C530 ist die typische Filterpumpe für Intex-Pools mittlerer Größe. Typ-A-Kartuschen bekommst du in jedem Baumarkt, der Anschluss ist schnell erledigt. Für Becken um 10 m³ passt die Leistung gut, bei größeren Pools wird es knapp.
Stärken
- Pumpenleistung 2.006 l/h
- Verbesserte Typ-A-Kartusche mit mehr Falten, laut Hersteller
- Schläuche für 32-mm-Anschlüsse im Lieferumfang
- Kartuschen Typ A sind überall erhältlich
Schwächen
- Für 38-mm-Anschlüsse ist ein Adapter nötig
- Herstellerangabe bis 13.600 l ist eher eine Obergrenze
- Pumpenleistung
- 2.006 l/h
- Poolgröße
- bis 13.600 l (Hersteller)
- Kartusche
- Intex Typ A
- Anschluss
- 32 mm
2 Bestway Flowclear Filterpumpe 2.006 l/h
Bestway Steel Pro, Power Steel, Fast SetPools um 8–10 m³
Bestway nennt ehrlicherweise auch die tatsächliche Durchflussrate, was den Vergleich erleichtert. Die Pumpe ist sparsam und dank Personenschutzschalter gut abgesichert. Für Bestway-Pools bis etwa 10 m³ eine stimmige Wahl.
Stärken
- Gibt neben der Pumpenleistung auch die Durchflussrate an (1.817 l/h)
- 12-V-Pumpe mit Trafo, Schutzklasse II
- GS-zertifiziert mit integriertem Personenschutzschalter
- Nur 40 W Leistungsaufnahme
Schwächen
- Nur eine Kartusche Gr. II im Lieferumfang
- Für große Frame-Pools zu schwach
- Pumpenleistung
- 2.006 l/h (Durchfluss 1.817 l/h)
- Poolgröße
- 1.100–14.300 l (Hersteller)
- Kartusche
- Bestway Gr. II
- Anschluss
- 32 mm
3 Intex C1500
Intex Easy Set 5,49 mFrame-Pools 5,49–6,10 m
Wer einen großen Intex-Pool hat und beim Kartuschenfilter bleiben will, findet hier genug Leistung. Bei rund 20 m³ Wasser und mehr verschmutzt die Kartusche aber schnell. Rechne den Aufwand gegen eine Sandfilteranlage durch, bevor du kaufst.
Stärken
- Pumpenleistung 5.678 l/h, Systemdurchfluss 4.164 l/h
- Für die großen Intex-Rund- und Ovalpools ausgelegt
- Arbeitet mit Kartuschen Typ A
Schwächen
- Kartuschen müssen bei großen Pools sehr häufig gereinigt werden
- Bei dieser Poolgröße ist eine Sandfilteranlage oft wirtschaftlicher
- Pumpenleistung
- 5.678 l/h (System 4.164 l/h)
- Poolgröße
- Easy Set/Frame bis 6,10 m
- Kartusche
- Intex Typ A
4 Intex C2500
Sehr große AufstellpoolsAutomatischer Betrieb
Die C2500 ist für sehr große Aufstellpools gedacht, für die Intex bis knapp 53 m³ angibt. Timer und Wechselanzeige machen den Betrieb bequem. In dieser Größenordnung solltest du aber ernsthaft prüfen, ob eine Sandfilteranlage nicht weniger Arbeit macht.
Stärken
- Filterleistung 9.463 l/h
- Programmierbarer Timer
- Anzeige für den Kartuschenwechsel
Schwächen
- Kaum Detailangaben vom Hersteller
- Große Typ-B-Kartuschen teurer als Typ A
- Pumpenleistung
- 9.463 l/h
- Poolgröße
- bis 52.900 l (Hersteller)
- Kartusche
- Intex Typ B
- Extras
- Timer, Wechselanzeige
5 Intex C330
Intex Easy Set 3,05 mSmall Frame 3 × 2 m
Für kleine Quick-Up- und Frame-Pools ist die C330 die passende Größe. Mehr Leistung bringt bei rund 4–6 m³ Wasser kaum Vorteile. Die kleinen Typ-H-Kartuschen solltest du gleich im Mehrfachpack mitbestellen.
Stärken
- Kompakte Pumpe mit 1.250 l/h
- Schläuche für 32-mm-Anschlüsse dabei
- Günstig in Anschaffung und Betrieb
Schwächen
- Kleinere Typ-H-Kartusche verschmutzt schneller
- Nur für kleine Becken
- Pumpenleistung
- 1.250 l/h
- Poolgröße
- bis 7.900 l (Hersteller)
- Kartusche
- Intex Typ H
- Anschluss
- 32 mm
6 Summer Fun Skimmy 2
Stahlwandbecken ohne externe FilteranlageOberflächenreinigung
Der Einhängefilter hängt direkt am Beckenrand und saugt die Oberfläche ab, eine separate Pumpe am Boden entfällt. Das spart Platz und Schläuche. Als alleinige Filterung reicht er nur für kleine Stahlwandbecken.
Stärken
- Skimmer, Pumpe und Kartusche in einem Gerät
- Umwälzleistung 1,7 m³/h
- Steckerfertig mit 12-V-Netzteil
Schwächen
- Nur für Stahlwandbecken angegeben
- Kartusche sitzt im Gerät, Reinigung etwas fummeliger
- Pumpenleistung
- 1,7 m³/h
- Poolgröße
- Stahlwandbecken
- Kartusche
- im Gerät, inklusive
Welcher Kartuschenfilter passt zu deinem Pool?
Kartuschenfilteranlagen sind die Standardausstattung vieler Quick-Up- und Frame-Pools. Sie sind klein, leicht und günstig, filtern fein und brauchen kein Rückspülwasser. Dafür musst du die Kartusche regelmäßig ausspülen und ersetzen. Je größer der Pool, desto mehr Arbeit wird das.
| Dein Pool | Wasservolumen | Sinnvolle Pumpenleistung | Unsere Richtung |
|---|---|---|---|
| Quick-Up 2,4–3,05 m oder Small Frame | ca. 2–6 m³ | ca. 1.250 l/h | Intex C330 |
| Quick-Up oder Frame 3,66–4,5 m | ca. 6–10 m³ | ca. 2.000 l/h | Intex C530, Bestway Flowclear |
| Stahlwandbecken, kleine Fläche | ca. 5–10 m³ | ca. 1.700–2.000 l/h | Skimmy 2 oder externe Pumpe |
| Frame-Pool ab 4,88 m | ab ca. 15 m³ | ab ca. 4.000 l/h System | Intex C1500 oder Sandfilteranlage |
| Sehr große Aufstellpools | ab ca. 25 m³ | ab ca. 6.000 l/h | Intex C2500 oder besser Sandfilteranlage |
Dein genaues Volumen berechnest du im Ratgeber Pool-Volumen berechnen. Ob für dich grundsätzlich eher Sand oder Kartusche infrage kommt, erklärt der Beitrag Sandfilteranlage oder Kartuschenfilter.
Wie groß muss die Filterpumpe sein?
Das Poolwasser sollte zwei- bis dreimal am Tag komplett durch den Filter laufen. Bei 8–12 Stunden Laufzeit im Sommer ergibt sich daraus eine einfache Faustregel: Die Pumpe sollte pro Stunde etwa ein Viertel des Poolvolumens schaffen. Für 10 m³ Wasser sind das rund 2,5 m³/h, also 2.500 l/h.
Wichtig ist dabei, welche Zahl du vergleichst. Die Pumpenleistung auf dem Karton misst der Hersteller ohne Kartusche und ohne Schläuche. Der Systemdurchfluss ist das, was im Betrieb tatsächlich durch den Filter läuft. Er liegt deutlich darunter und sinkt weiter, je voller die Kartusche wird. Bestway nennt bei der 2.006-l/h-Pumpe zum Beispiel eine Durchflussrate von 1.817 l/h, Intex bei der C1500 einen Systemdurchfluss von 4.164 statt 5.678 l/h.
Die Angabe „für Pools bis X Liter“ ist deshalb meist eine Obergrenze. Plane lieber mit Reserve. Eine etwas stärkere Pumpe kann kürzer laufen, eine zu schwache läuft dagegen den ganzen Tag und schafft die nötige Umwälzung trotzdem nicht. Wie lange deine Pumpe laufen sollte, steht im Ratgeber Wie lange die Poolpumpe laufen sollte.
Worauf kommt es beim Kauf an?
Welche Kartusche nutzt die Pumpe?
Die Kartusche ist der wichtigste Folgekostenfaktor. Intex arbeitet mit Buchstaben (zum Beispiel Typ A, B oder H), Bestway mit römischen Ziffern. Weit verbreitete Größen wie Intex Typ A bekommst du überall günstig im Mehrfachpack. Exotische Größen sind teurer und schwerer zu finden. Rechne mit etwa 4–8 € pro Kartusche, je nach Größe und Packung.
Passen die Anschlüsse zu deinem Pool?
Aufstellpools haben meist Anschlüsse für 32-mm- oder 38-mm-Schläuche. Kleine Pools arbeiten fast immer mit 32 mm, große Frame-Pools oft mit 38 mm. Prüfe vor dem Kauf, was an deinem Becken verbaut ist. Adapter gibt es, sie sind aber eine zusätzliche Stelle für Undichtigkeiten.
Wie ist die Pumpe elektrisch abgesichert?
Viele Kartuschenpumpen laufen mit 12 V über einen Trafo, der mit Abstand zum Becken steht. Zusätzlich sollte der Stromkreis über einen Fehlerstromschutzschalter laufen. Manche Pumpen haben einen Personenschutzschalter im Stecker integriert. Halte dich bei Aufstellort und Abstand zum Becken an die Anleitung, Strom und Wasser sind keine Spielerei.
Gibt es eine Zeitschaltuhr?
Ein integrierter Timer spart Strom und sorgt dafür, dass die Pumpe täglich zuverlässig läuft. Fehlt er, tut es eine wetterfeste Zeitschaltuhr für die Außensteckdose.
Wie laut ist die Pumpe?
Kartuschenpumpen sind meist leiser als selbstansaugende Pumpen von Sandfilteranlagen, weil sie kleiner sind und mit weniger Leistung arbeiten. Steht die Terrasse direkt am Becken, kann das ein echtes Argument sein. Was erlaubt ist, erklärt der Beitrag Wie laut darf eine Poolpumpe sein?.
Kartuschenfilter oder Sandfilter: Wann lohnt sich was?
Ein Kartuschenfilter lohnt sich vor allem bei kleinen Pools, die nur eine Saison stehen oder jedes Jahr ab- und aufgebaut werden. Er filtert sehr fein, braucht kein Rückspülwasser und ist schnell angeschlossen. Ab etwa 10 m³ wird der Aufwand mit dem Ausspülen und Wechseln der Kartuschen spürbar, und die Folgekosten steigen. Dann ist eine Sandfilteranlage meist bequemer und auf Dauer günstiger.
So schließt du die Kartuschenfilteranlage richtig an
- Pumpe neben dem Pool unterhalb des Wasserspiegels aufstellen. Die meisten Kartuschenpumpen sind nicht selbstansaugend, das Wasser muss von allein zulaufen.
- Ansaugschlauch an die untere Öffnung im Pool (Ansaugung, oft mit Sieb), Rücklaufschlauch an die Einlaufdüse anschließen.
- Schlauchschellen fest anziehen, Dichtungen auf Sitz prüfen.
- Kartusche einsetzen und den Deckel handfest verschrauben.
- Pool bis zur Markierung befüllen, dann die Entlüftungsschraube am Gehäuse öffnen, bis Wasser austritt, und wieder schließen.
- Pumpe einschalten und prüfen, ob an der Einlaufdüse ein kräftiger Strahl ankommt.
Detaillierte Schritte und typische Stolperfallen findest du im Ratgeber Poolpumpe anschließen.
Wie pflegst du den Kartuschenfilter im Alltag?
In der Saison spülst du die Kartusche alle paar Tage mit dem Gartenschlauch ab, von oben nach unten zwischen den Falten. Intex und Bestway nennen etwa zwei Wochen als Richtwert für den Wechsel. Ob eine Kartusche länger hält, siehst du daran, ob sie nach dem Ausspülen wieder hell und durchlässig ist. Wer zwei Kartuschen im Wechsel nutzt, lässt die eine trocknen, während die andere arbeitet, und spart so Zeit.
Praxis-Tipp: Ein Skimmer am Beckenrand fängt Blätter und Insekten ab, bevor sie die Kartusche erreichen. Das verlängert die Intervalle deutlich. Passende Modelle zeigt unser Skimmer-Vergleich.
Wie du die Kartusche gründlich reinigst, ohne das Vlies zu beschädigen, erklärt der Ratgeber Poolfilter reinigen.
Originalkartusche oder günstiger Nachbau?
Für die gängigen Größen gibt es neben den Kartuschen von Intex und Bestway zahlreiche Nachbauten. Entscheidend sind die exakten Maße, also Durchmesser, Höhe und Innenloch, sowie die Faltenzahl. Mehr Falten bedeuten mehr Filterfläche, die Kartusche setzt sich langsamer zu. Sitzt eine Kartusche zu locker, strömt das Wasser seitlich vorbei und wird gar nicht gefiltert. Kaufe Nachbauten deshalb nur mit klaren Maßangaben und prüfe beim ersten Einsetzen, ob die Dichtflächen sauber anliegen.
Wie lagerst du den Kartuschenfilter über den Winter?
Wird der Pool abgebaut oder eingewintert, kommt auch die Pumpe ins Haus. Entleere das Gehäuse vollständig, nimm die Kartusche heraus und entsorge sie, wenn sie ohnehin verbraucht ist. Eine noch gute Kartusche reinigst du gründlich, lässt sie vollständig trocknen und lagerst sie luftig, damit sich kein Schimmel bildet. Pumpe, Trafo und Schläuche gehören an einen trockenen, frostfreien Ort. Wie du den restlichen Pool vorbereitest, erklärt der Ratgeber Pool winterfest machen.
Welche Fehler passieren häufig?
- Zu kleine Pumpe gekauft. Das Wasser wird nicht ausreichend umgewälzt, trotz langer Laufzeit wird es trüb.
- Pumpe über dem Wasserspiegel aufgestellt. Sie zieht dann Luft oder läuft trocken.
- Hochdruckreiniger an der Kartusche. Der harte Strahl zerfasert das Vlies, danach filtert sie schlechter.
- Flockungsmittel ins Wasser gegeben. Die Flocken setzen die Kartusche in kürzester Zeit zu.
- Kartusche zu spät gewechselt. Eine verstopfte Kartusche lässt kaum noch Wasser durch, die Pumpe läuft praktisch umsonst.
Was kostet ein Kartuschenfilter im Betrieb?
Der Strom ist bei Kartuschenpumpen selten das Problem: Kleine Modelle nehmen um 30–40 W auf, bei 10 Stunden am Tag sind das nur wenige Kilowattstunden pro Woche. Den größeren Posten machen die Kartuschen aus. Wer alle zwei Wochen eine neue einsetzt, braucht in einer Saison von Mai bis September rund zehn Stück. Mit konsequentem Ausspülen und zwei Kartuschen im Wechsel lässt sich dieser Verbrauch oft spürbar senken.