Kurz & klar
Wirklich wichtig sind passende Filter, Ersatzbürsten und ein Transportwagen. Filter und Bürsten sind Verschleißteile: Zodiac etwa empfiehlt, beide alle zwei Jahre zu tauschen. Ein Caddy schont Rücken, Kabel und Gehäuse. Entscheidend ist die Kompatibilität, deshalb bestellst du Ersatzteile immer über die genaue Modellbezeichnung und die Teilenummer aus der Anleitung.
- Grobfilter
- ca. 150–200 µm, für Laub und Sand
- Feinfilter
- für Pollen, Staub und Feinsand
- Filter & Bürsten tauschen
- z. B. alle 2 Jahre (Zodiac-Empfehlung)
- Vor der Bestellung
- Modell und Teilenummer prüfen
Inhaltsverzeichnis
- 1.Welches Zubehör braucht ein Poolroboter wirklich?
- 2.Welche Filter gibt es für Poolroboter?
- 3.Welche Bürsten passen zu deinem Becken?
- 4.Ketten, Reifen und Lagerbuchsen
- 5.Kabel, Netzteil, Akku und Ladegerät
- 6.Was kostet Poolroboter-Zubehör?
- 7.Wie findest du das passende Ersatzteil?
- 8.Wo kaufst du Poolroboter-Zubehör?
- 9.So pflegst du Filter, Bürsten und Co.
- 10.Häufige Fragen
Welches Zubehör braucht ein Poolroboter wirklich?
Weniger, als viele Shops vermuten lassen. Die meisten Roboter kommen betriebsbereit aus dem Karton. Mit der Zeit brauchst du vor allem Ersatz für Teile, die sich abnutzen. Alles andere ist Komfort.
| Zubehör | Notwendig? | Wofür |
|---|---|---|
| Ersatzfilter oder Filtereinsatz | ja, nach Verschleiß | Schmutz zurückhalten, Saugleistung erhalten |
| Feinfilter | sinnvoll bei Pollen, Staub, Sand | Feinschmutz, klareres Wasser |
| Bürsten | ja, nach Verschleiß | Haftung an Boden und Wand, Belag lösen |
| Ketten, Reifen, Lagerbuchsen | bei Bedarf | Antrieb und Geradeauslauf |
| Transportwagen (Caddy) | Komfort | Transport, Lagerung, Kabelordnung |
| Schutzhülle | Komfort | Schutz vor Sonne, Staub und Regen |
| Ersatznetzteil, Ladegerät, Kabel | nur bei Defekt | Stromversorgung |
Wie die einzelnen Bauteile im Roboter zusammenspielen, erklärt unser Beitrag Wie funktioniert ein Poolroboter?.
Welche Filter gibt es für Poolroboter?
Es gibt drei Bauformen: starre Filterkörbe oder Kartuschen, die meist von oben entnommen werden, Filtereinsätze aus feinem Gewebe in einem Rahmen und bei älteren Geräten Filterbeutel. Wichtiger als die Bauform ist die Feinheit.
Grobfilter um 150–200 µm halten Blätter, Insekten, Haare und Sand zurück. Sie setzen sich langsamer zu und eignen sich für den Saisonstart oder den Herbst. Zodiac etwa bietet für die Vortex-Reihe einen 200-µm-Korb an, ausdrücklich für den Einsatz zu Saisonbeginn.
Feinfilter filtern deutlich feiner, je nach Hersteller zwischen etwa 100 µm und wenigen Mikrometern. Sie fangen Pollen, Staub und feinen Sand. Der Preis dafür: Sie verstopfen schneller und müssen nach jedem Durchgang gespült werden.
Ideal ist ein Roboter mit zwei Stufen oder zwei Filtern zum Wechseln. Wenn das Wasser nach jeder Reinigung trüb ist, liegt es oft an einem zu groben Filter, mehr dazu unter Poolroboter wirbelt Schmutz auf.
Welche Bürsten passen zu deinem Becken?
Bürsten sorgen für Halt und lösen Belag. Welcher Typ passt, hängt vom Beckenboden ab:
- PVC-Bürsten: robust und vielseitig, gut auf Folie und GFK.
- Schaumstoff- oder PVA-Bürsten: saugen sich mit Wasser voll und greifen auf glatten Fliesen besser.
- Lamellenbürsten: flexible Lamellen, die sich Unebenheiten anpassen. Manche Hersteller bieten eigene Varianten für Fliesenbecken an.
Viele Bürsten haben Verschleißmarkierungen. Sind die Lamellen bis zur Markierung abgefahren, verliert der Roboter an der Wand den Halt und rutscht ab. Bei Zodiac-Robotern werden neue Bürsten mit Laschen befestigt, die man nach der Montage auf Länge schneidet. Mehr zur Rolle der Bürsten liest du im Ratgeber Poolroboter mit Bürste, zur Wahl nach Beckenboden helfen die Vergleiche für Folienbecken und GFK-Becken.
Ketten, Reifen und Lagerbuchsen
Der Antrieb verschleißt langsamer, aber er verschleißt. Abgefahrene Reifen oder ausgeleierte Ketten führen dazu, dass der Roboter durchdreht, Wände nicht mehr hochkommt oder schief fährt. Bei Zodiac-Robotern der Vortex- und Alpha-Reihe gibt es zum Beispiel Radlagerbuchsen als Einzelteil, deren Austausch den Geradeauslauf wiederherstellt.
Kabel, Netzteil, Akku und Ladegerät
Diese Teile tauscht man nur bei einem Defekt. Beim Kabelroboter ist das Schwimmkabel die Schwachstelle: Es verdreht sich mit der Zeit, wenn der Roboter immer in dieselbe Richtung wendet. Eine Drehkupplung (Swivel) hilft, ebenso das Ausbreiten des Kabels in der Sonne, damit es seine Form zurückbekommt.
Bei Akku-Robotern ist der Akku oft fest verbaut. Ladegeräte gibt es zwar von Drittanbietern, hier müssen aber Spannung und Stecker exakt stimmen. Im Zweifel ist das Original-Ladegerät die sicherere Wahl.
Was kostet Poolroboter-Zubehör?
Ersatzteile sind ein Posten, den viele beim Kauf unterschätzen. Als grobe Orientierung aus dem aktuellen Angebot großer Marken:
| Teil | Typische Preisspanne (Originalteil) |
|---|---|
| Einzelne Bürste oder Bürstensatz | ca. 20–120 € |
| Filterkorb oder Filtersatz | ca. 40–70 € |
| Reifen, Räder, Lagerbuchsen | ca. 20–40 € je Teil |
| Transportwagen (Caddy) | meist über 100 € |
| Schutzhülle | ca. 10–110 €, je nach Marke und Material |
Kompatible Teile von Drittanbietern sind oft deutlich günstiger. Wie sich Anschaffung und laufende Kosten insgesamt zusammensetzen, zeigt der Beitrag Was kostet ein Poolroboter?.
Wie findest du das passende Ersatzteil?
- Modellbezeichnung ablesen. Sie steht auf dem Typenschild am Roboter oder am Netzteil, oft zusammen mit einer Seriennummer.
- Teilenummer suchen. Die Explosionszeichnung in der Anleitung oder die Ersatzteilliste des Herstellers nennt die Nummer jedes Teils.
- Kompatibilität prüfen. Bei kompatiblen Teilen von Drittanbietern genau vergleichen, welche Modelle und Baujahre angegeben sind.
- Rückgabe klären. Gerade bei Nachbauteilen ist es gut zu wissen, ob du ein unpassendes Teil zurückschicken kannst.
Für einzelne Marken haben wir eigene Ratgeber: Steinbach-Ersatzteile, Zodiac-Reparatur und Dolphin-Reparatur.
Wo kaufst du Poolroboter-Zubehör?
Beim Fachhändler bekommst du Beratung und oft auch Einbau oder Diagnose. Er kann Teile beim Hersteller bestellen, wenn sie nicht vorrätig sind.
In Online-Shops ist die Auswahl am größten, sowohl bei Originalteilen als auch bei kompatiblen Teilen. Achte auf eindeutige Teilenummern statt nur auf Modellnamen im Titel.
Beim Hersteller direkt gibt es Originalteile und häufig einen Ersatzteilfinder. Das ist der sicherste Weg, wenn du die Teilenummer nicht findest.
So pflegst du Filter, Bürsten und Co.
- Filter nach jedem Durchgang ausspülen, am besten mit dem Gartenschlauch von innen nach außen.
- Verkalkte Filter gelegentlich entkalken. Zodiac empfiehlt bei verstopften Filtern eine Säurelösung wie verdünnte Essigessenz, mindestens einmal im Jahr, weil Filter während der Winterpause leicht verkleben.
- Bürsten und Reifen kontrollieren, vor allem vor Saisonstart. Haare und Fäden aus Achsen entfernen.
- Nicht in der prallen Sonne trocknen lassen. UV-Licht macht Kunststoff und Gummi spröde.
- Trocken und frostfrei lagern, Kabel locker aufgerollt, Roboter möglichst senkrecht im Caddy.
Wie lange der Roboter im Becken bleiben darf, erklärt der Beitrag Poolroboter im Wasser lassen. Wenn trotz Pflege etwas defekt ist, hilft unser Ratgeber zur Poolroboter-Reparatur.
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Ein gutes Beispiel dafür, dass Bürsten nicht nur Verschleißteil, sondern auch Anpassung an den Beckenboden sind. Besitzer eines TornaX mit Fliesenbecken bekommen damit mehr Grip. Für andere Modelle gibt es eigene Bürstenvarianten.
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