Kurz & klar
Der BWT Aquabot WR300 ist ein Kabelroboter für Becken bis 10 m Länge, der laut Händlerangaben Boden, Wände und Wasserlinie in 1,5 bis 2 Stunden reinigt, mit Gyroskop-Navigation, 4D-Filter samt Filteranzeige und 18-m-Kabel mit Drehgelenk. Eine Revolution ist er nicht, eher ein solider Allrounder, der auf dem Papier dem BWT D200 sehr ähnelt. Bei Amazon ist er derzeit nicht gelistet; neu sind der leichtere Cosmy 200 oder der D200 die naheliegenden Alternativen.
- Beckengröße
- bis 10 m Länge
- Reinigt
- Boden, Wand, Wasserlinie
- Zyklus
- 1,5–2 Stunden
- Kabel
- 18 m mit Drehgelenk
BWT Cosmy 200
Einbaupools bis 10 m LängeLeichtes HeraushebenSteuerung per App
Der Cosmy 200 deckt dieselbe Beckenlänge und dieselben Reinigungszonen ab wie der WR300, ist aber deutlich leichter und bringt App und Zykluswahl mit. Für die meisten privaten Einbaupools ist er die vernünftigste Wahl aus dem BWT-Sortiment.
Stärken
- Mit 5,75 kg sehr leicht für einen Wandroboter
- Drei wählbare Zyklen: 1,5, 2 oder 2,5 Stunden
- Navigation per Gyroskop, App über Bluetooth
- 150-µm-Feinfilter, von oben zu entleeren
Schwächen
- App nur in Reichweite des Pools nutzbar
- Kabel muss nach dem Einsatz aufgerollt werden
- Antrieb
- Kabel
- Reinigt
- Boden, Wand, Wasserlinie
- Becken
- bis 10 m Länge
- Filter
- 150 µm
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der BWT Aquabot WR300?
- 2.Technische Daten im Überblick
- 3.Wie reinigt der WR300?
- 4.Revolutioniert der WR300 die Poolpflege?
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Für welche Pools eignet er sich?
- 7.Aufbau und Inbetriebnahme
- 8.Langlebigkeit, Wartung und Ersatzteile
- 9.Gebraucht kaufen: Worauf achten?
- 10.WR300, D200 oder Cosmy 200?
- 11.Fazit
- 12.Häufige Fragen
Was ist der BWT Aquabot WR300?
Der WR300 stammt aus der Aquabot-Familie. Aquabot ist die Robotermarke von Aquatron, einem Hersteller aus Israel, der 1980 gegründet wurde und seit 2019 zur BWT-Gruppe gehört. Deshalb findest du den Roboter im Handel als „BWT Aquabot WR300“. Er ist ein klassischer Kabelroboter für private Einbaupools.
Im Vergleich mit den heutigen BWT-Modellen fällt auf, wie nah der WR300 dem D200 kommt: gleiche Beckenlänge, gleiche Reinigungszonen, 4D-Filter, Gyroskop-Navigation und ein 18 m langes Kabel. Ob beide technisch identisch sind, hat BWT nicht veröffentlicht. Für dich als Käufer ist das zweitrangig, denn bei Amazon ist der WR300 derzeit nicht gelistet.
Diese Seite ordnet das Gerät deshalb für Besitzer und Gebrauchtkäufer ein. Eigene Praxiserfahrung mit dem WR300 haben wir nicht, alle Werte stammen aus Händlerangaben.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | BWT Aquabot WR300, laut Händlerangaben |
|---|---|
| Beckengröße | bis 10 m Länge, alle Formen und Oberflächen |
| Reinigungszonen | Boden, Wände, Wasserlinie |
| Reinigungsdauer | 1,5–2 Stunden |
| Navigation | AquaSmart Gyro (Gyroskop mit Routenberechnung) |
| Filter | 4D-Filter mit Filterreinigungsanzeige |
| Kabel | 18 m mit integriertem Drehgelenk |
| Beckenbeläge | Edelstahl, Beton, PVC-Folie, Keramik, Fliesen |
Gewicht, Leistungsaufnahme und Saugleistung haben wir für den WR300 nicht in verlässlicher Form gefunden. Wenn dir das Gewicht wichtig ist, lohnt der Vergleich mit dem nur 5,75 kg leichten Cosmy 200.
Wie reinigt der WR300?
Navigation per Gyroskop
Das AquaSmart-Gyro-System misst Richtung und Drehungen des Roboters und berechnet daraus eine Route durch das Becken. Der Roboter fährt so systematischer als einfache Geräte, die nach dem Zufallsprinzip an der Wand abdrehen. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass in einem Zyklus mehr Fläche abgedeckt wird.
4D-Filter mit Anzeige
Der 4D-Filter ist eine Spezialität der BWT- und Aquabot-Roboter. Er besteht aus elastischen Mikrofaserschlaufen, die während der Fahrt vibrieren, damit sich die Oberfläche nicht so schnell zusetzt. So hält er sowohl Sandkörner als auch Blätter zurück. Die Filteranzeige meldet, wann der Filter gereinigt werden muss, damit der Roboter nicht mit halber Saugleistung weiterfährt.
Kabel mit Drehgelenk
Ein Drehgelenk (Swivel) zwischen Kabel und Roboter fängt Drehungen ab. Das verhindert, dass sich das Kabel nach jedem Zyklus stärker verdrillt. Ganz vermeiden lässt sich Kabelsalat aber auch damit nicht, wenn das Kabel beim Einsetzen schon verdreht ist.
Revolutioniert der WR300 die Poolpflege?
Nein, und das ist kein Makel. Der WR300 bringt die Ausstattung mit, die ein guter Kabelroboter für Einbaupools haben sollte: Komplettreinigung, systematische Navigation, ein guter Filter und ein Kabel, das sich nicht ständig verheddert. Eine App, wählbare Programme oder einen Wochenplan nennen die Händlerangaben nicht.
Seit der Markteinführung haben sich Poolroboter weiterentwickelt. Akku-Modelle mit App, Feinfiltern bis 3 µm und Parkfunktion sind heute in einer ähnlichen Preisklasse erhältlich. Der WR300 ist deshalb vor allem für Käufer interessant, die ein gepflegtes Gebrauchtgerät günstig bekommen.
Stärken und Schwächen
Stärken
- Komplettreinigung: Boden, Wände und Wasserlinie in einem Durchgang.
- Filter für Sand und Laub: Der 4D-Filter deckt ein breites Schmutzspektrum ab.
- Filteranzeige: Du siehst, wann gereinigt werden muss.
- Unbegrenzte Laufzeit: Als Kabelgerät hängt die Reinigung nicht an einer Akkuladung.
- Breite Belagsfreigabe: Von Folie bis Fliese.
Schwächen
- Keine App und kein Wochenplan laut den verfügbaren Angaben.
- Kabel am Beckenrand: Du brauchst eine Steckdose mit FI-Schutzschalter in Poolnähe.
- Neu kaum erhältlich: Ersatzteile solltest du vor einem Gebrauchtkauf klären.
Für welche Pools eignet er sich?
| Pooltyp | Eignung | Hinweis |
|---|---|---|
| Einbaupool mit Folie bis 10 m | gut | Bürsten auf Sandeinschlüsse prüfen |
| Fliesen-, Beton- oder Edelstahlbecken | gut | ausdrücklich freigegeben |
| Stahlwandpool mit fester Wand | eingeschränkt | beim Fachhändler nach Freigabe fragen |
| Quick-Up- oder Frame-Pool | ungeeignet | ein Roboter für Aufstellpools passt besser |
| Becken über 10 m Länge | ungeeignet | BWT D300 oder Roboter für große Pools |
Aufbau und Inbetriebnahme
- Netzteil aufstellen: mit dem in der Anleitung genannten Abstand zum Becken und an einer Steckdose mit FI-Schutzschalter.
- Kabel vollständig ausrollen und auf Schlaufen prüfen, bevor du es mit dem Roboter verbindest.
- Filter einsetzen und die Verschlüsse kontrollieren.
- Roboter schräg eintauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, dann absinken lassen.
- Zyklus starten und den ersten Durchgang beobachten: Klettert er die Wand hoch, erreicht er die Wasserlinie?
- Nach dem Zyklus am Kabel zum Rand ziehen, am Griff herausheben und kurz abtropfen lassen.
Praxis-Tipp: Zieh den Roboter nie allein am Kabel aus dem Wasser. Hol ihn am Kabel zum Rand und heb ihn dann am Griff heraus, sonst belastest du Kabel und Anschluss.
Langlebigkeit, Wartung und Ersatzteile
Ein Kabelroboter dieser Klasse hält bei guter Pflege viele Saisons. Die wichtigsten Punkte:
- Filter nach jedem Zyklus reinigen, auch wenn die Anzeige noch nicht leuchtet.
- Gerät mit klarem Wasser abspülen und im Schatten trocknen lassen.
- Kabel locker aufrollen, nicht knicken und nicht eng um das Gerät wickeln.
- Bürsten kontrollieren: Harte oder rissige Bürsten lassen den Roboter an der Wand abrutschen.
- Frostfrei überwintern, Netzteil inklusive.
Weil der WR300 neu kaum noch verkauft wird, solltest du vor einem Gebrauchtkauf klären, ob Bürsten, Filter und Antriebsriemen für dieses Modell noch zu bekommen sind. Welche Teile typischerweise verschleißen, zeigt der Beitrag zum Poolroboter-Zubehör.
Gebraucht kaufen: Worauf achten?
Ein gebrauchter Kabelroboter kann ein gutes Geschäft sein, wenn du ein paar Punkte prüfst:
- Probelauf im Wasser: Lass dir zeigen, dass der Roboter startet, die Wand hochklettert und die Wasserlinie erreicht.
- Kabel und Drehgelenk ansehen: Risse, Knicke oder ein schwergängiges Gelenk sind teure Baustellen.
- Bürsten und Antrieb prüfen: Harte, rissige Bürsten und ausgeleierte Riemen sind Verschleißteile, die du einpreisen solltest.
- Netzteil mitnehmen: Ohne passendes Original-Netzteil ist der Roboter wertlos.
- Filteranzeige testen: Leuchtet sie bei vollem Filter, funktioniert die Sensorik.
- Kaufbeleg erfragen: Er hilft beim Kundendienst und zeigt das Alter des Geräts.
Wenn die Ersatzteilfrage offen bleibt, rechne lieber mit einem Neugerät.
WR300, D200 oder Cosmy 200?
| Merkmal | Aquabot WR300 | BWT D200 | BWT Cosmy 200 |
|---|---|---|---|
| Becken | bis 10 m | bis 10 m | bis 10 m |
| Reinigt | Boden, Wand, Wasserlinie | Boden, Wand, Wasserlinie | Boden, Wand, Wasserlinie |
| Zyklus | 1,5–2 h | 2 h | 1,5, 2 oder 2,5 h |
| Filter | 4D mit Anzeige | 4D mit Vibration | 150 µm, von oben |
| Kabel | 18 m, Drehgelenk | 18 m, Knickschutz | Kabel |
| App | keine Angabe | nein | ja (Bluetooth) |
| Verfügbarkeit | kaum noch | knapp | gut |
Auf dem Papier ist der D200 der direkte Ersatz, der Cosmy 200 die modernere und leichtere Wahl. Den D200 haben wir in einem eigenen Modell-Check zum D200 Plus beschrieben, alle BWT-Modelle nebeneinander siehst du im BWT-Poolroboter-Vergleich. Ob ein Akku-Roboter wie der Aiper Scuba S1 die bessere Wahl ist, klärt der Ratgeber Poolroboter mit Kabel oder Akku.
Fazit
Der BWT Aquabot WR300 ist ein solider Kabelroboter für Einbaupools bis 10 m mit gutem Filter und systematischer Navigation, aber ohne Komfortfunktionen wie App oder Programmwahl. Als gepflegtes Gebrauchtgerät mit geklärter Ersatzteilfrage kann er sich lohnen. Wer neu kauft, bekommt mit dem Cosmy 200 mehr Komfort bei weniger Gewicht oder mit dem D200 die technisch nächste Lösung.
Aktuelle Alternativen
BWT D200
Einbaupools bis 10 mViel Sand und Feinschmutz
Wer genau das sucht, was den WR300 ausmacht, also 4D-Filter, Gyroskop, 10 m Beckenlänge und 18 m Kabel, findet es im D200. Preislich muss er sich allerdings gegen den leichteren Cosmy 200 behaupten.
Aiper Scuba S1
Einbaupools ab 30 cm WassertiefeKein Kabel am Beckenrand
Der Scuba S1 reinigt dieselben Zonen wie der WR300, nur ohne Kabel und mit feinerem Filter. Bei Pools bis etwa 10 × 5 m reicht der Akku gut, für sehr große Becken spielt ein Kabelroboter seine unbegrenzte Laufzeit aus.