Kurz & klar
Befülle den Pool zuerst mit Leitungswasser, stelle Alkalinität und pH-Wert ein und gib dann 1 kg Poolsalz pro m³ und g/l Zielwert ins Becken – bei 4 g/l und 30 m³ also 120 kg. Lass die Filterpumpe laufen, bis das Salz vollständig gelöst ist (meist etwa 24 Stunden), und schalte die Elektrolyse erst danach ein. Die genaue Salzkonzentration gibt der Hersteller deiner Zelle vor.
- Salzmenge
- 1 kg/m³ hebt um 1 g/l
- Zielwert Salz
- 3–5 g/l (meist 4 g/l)
- pH-Wert
- 7,0–7,4
- Elektrolyse starten
- erst nach Salzlösung
Inhaltsverzeichnis
- 1.Welches Wasser eignet sich zum Befüllen?
- 2.Wie viel Salz brauchst du?
- 3.Welches Salz ist das richtige?
- 4.Schritt für Schritt: So befüllst du deinen Salzwasserpool
- 5.Warum lohnt ein Vorfilter beim Befüllen?
- 6.Welche Fehler passieren beim Befüllen am häufigsten?
- 7.Was tun, wenn die Anlage nach dem Befüllen „Salz niedrig“ meldet?
- 8.Wie füllst du während der Saison nach?
- 9.Häufige Fragen
Welches Wasser eignet sich zum Befüllen?
Leitungswasser ist die sicherste Wahl: hygienisch einwandfrei, gleichbleibend in der Qualität und meist arm an Eisen. Andere Quellen funktionieren auch, bringen aber eigene Aufgaben mit.
| Wasserquelle | Vorteil | Worauf du achten musst |
|---|---|---|
| Leitungswasser | hygienisch, berechenbar | Härte beim Wasserversorger erfragen, bei sehr hartem Wasser Kalk im Blick behalten |
| Brunnenwasser | kostenlos | vorher auf Eisen, Mangan und Härte prüfen, sonst braune Verfärbungen |
| Regenwasser | sehr weich | Schmutz, Pollen und niedriger pH-Wert, Alkalinität muss angehoben werden |
| Wasserlieferung per Tankwagen | schnell bei großen Becken | Kosten, Qualität beim Anbieter erfragen |
Die Besonderheiten der Alternativen erklären die Ratgeber Salzwasserpool mit Brunnenwasser füllen und Salzwasserpool mit Regenwasser füllen. Gerade bei Brunnenwasser lohnt sich der Blick in den Ratgeber zu braunen Ablagerungen im Salzwasserpool – Eisen fällt dort durch das Chlor der Zelle besonders schnell aus.
Wie viel Salz brauchst du?
Die Faustregel ist einfach: 1 kg Salz pro m³ Wasser hebt den Salzgehalt um 1 g/l. Das Poolvolumen ermittelst du mit unserem Ratgeber Pool-Volumen berechnen.
| Poolvolumen | Ziel 3 g/l | Ziel 4 g/l | Ziel 5 g/l |
|---|---|---|---|
| 10 m³ | 30 kg | 40 kg | 50 kg |
| 20 m³ | 60 kg | 80 kg | 100 kg |
| 30 m³ | 90 kg | 120 kg | 150 kg |
| 40 m³ | 120 kg | 160 kg | 200 kg |
| 60 m³ | 180 kg | 240 kg | 300 kg |
Welcher Zielwert gilt, steht in der Anleitung deiner Elektrolyseanlage. Viele Geräte arbeiten mit 4 g/l, manche Aufstellpool-Anlagen mit 3 g/l, Low-Salt-Systeme schon ab etwa 1,5 g/l. Gib zunächst etwa 80–90 % der berechneten Menge zu und dosiere nach der Messung nach. Zu wenig Salz ist schnell ergänzt, zu viel lässt sich nur durch Verdünnen korrigieren, siehe Zu viel Salz im Pool. Ausführliche Rechenbeispiele findest du unter Salzmenge berechnen.
Welches Salz ist das richtige?
Verwende Poolsalz, also reines Siede- oder Steinsalz mit mindestens 99 % Natriumchlorid. Es enthält weder Jod noch Fluor noch Rieselhilfen. Speisesalz mit Zusätzen und Auftausalz für Straßen sind ungeeignet: Rieselhilfen und Verunreinigungen können Trübungen, Verfärbungen und Ablagerungen an der Zelle verursachen.
Ob du Granulat oder Salztabletten nimmst, ist Geschmackssache. Feines Granulat löst sich schneller, Tabletten stauben weniger.
Schritt für Schritt: So befüllst du deinen Salzwasserpool
- Becken vorbereiten. Boden und Wände reinigen, Folie und Dichtungen prüfen, Einbauteile kontrollieren.
- Wasser einlassen. Füllstand bis etwa zur Mitte der Skimmeröffnung. Bei Wasser mit Partikeln oder Rost einen Vorfilter auf den Schlauch setzen.
- Filteranlage starten. Die Elektrolysezelle bleibt ausgeschaltet.
- Gesamtalkalinität einstellen. Ziel sind 80–120 mg/l. Erst danach den pH-Wert auf 7,0–7,4 bringen, weil die Alkalinität den pH-Wert puffert.
- Calciumhärte prüfen. 150–300 mg/l schützen vor Korrosion und begrenzen Kalk an der Zelle.
- Stabilisator zugeben (Außenpools). Für 30–50 mg/l Cyanursäure, wie im Ratgeber Chlorstabilisator im Salzwasserpool beschrieben.
- Salz verteilen. Streue das Salz bei laufender Pumpe entlang der Beckenränder ins Wasser, nicht in den Skimmer – es sei denn, die Anleitung deiner Anlage erlaubt das ausdrücklich.
- Lösen lassen und bürsten. Die Pumpe läuft durch, liegengebliebenes Salz bürstest du regelmäßig auf. Meist ist es nach etwa 24 Stunden gelöst.
- Salzgehalt messen. Mit Teststreifen, einem digitalen Messgerät oder der Anzeige der Anlage. Bei Abweichung nachdosieren und erneut lösen lassen.
- Elektrolyse einschalten. Zum Start darf die Produktion hoch stehen. Wer schneller baden möchte, bringt das freie Chlor einmalig mit Flüssigchlor oder Chlorgranulat auf 0,3–1,0 mg/l.
- Nach 24–48 Stunden nachjustieren. pH-Wert und Chlor messen, Produktion und Laufzeit anpassen. Wie du die Anlage dauerhaft einstellst, steht unter Salzwasserpool richtig einstellen.
Praxis-Tipp: Schreib dir Datum, eingefülltes Volumen, Salzmenge und alle Startwerte auf. Mit diesen Notizen kannst du später nachvollziehen, wie viel Salz über die Saison verloren geht und wann es Zeit zum Nachsalzen ist.
Warum lohnt ein Vorfilter beim Befüllen?
Ein Schlauchvorfilter hält Sand, Rostpartikel und Schwebstoffe zurück, die sonst in Filter und Zelle landen. Das ist vor allem bei Brunnenwasser und bei alten Leitungen sinnvoll. Gelöstes Eisen hält ein einfacher Vorfilter aber nur begrenzt zurück; dafür brauchst du eine Analyse und gegebenenfalls einen Metallentferner. Achte auf die Kapazität: Viele Vorfilter sind für Aufstellpools ausgelegt und bei großen Becken schnell erschöpft.
Welche Fehler passieren beim Befüllen am häufigsten?
- Salz in den Skimmer gekippt: Hoch konzentrierte Sole strömt durch Pumpe und Zelle, die Anlage meldet Fehler oder wird stark belastet.
- Zelle zu früh eingeschaltet: Solange das Salz ungleichmäßig verteilt ist, zeigt die Anlage falsche Werte oder schaltet ab.
- Zu viel Salz auf einmal: Korrigieren lässt sich das nur durch Teilwasserwechsel.
- Werte nicht eingestellt: Ein zu hoher pH-Wert lässt Kalk an der Zelle ausfallen und schwächt das Chlor.
- Brunnenwasser ungeprüft eingefüllt: Eisen und Mangan färben das Wasser braun, sobald Chlor dazukommt.
- Zu kaltes Wasser: Unter etwa 15 °C produzieren viele Zellen wenig oder gar kein Chlor.
Was tun, wenn die Anlage nach dem Befüllen „Salz niedrig“ meldet?
Das kommt häufiger vor, als man denkt, und ist meist harmlos. Viele Anlagen leiten den Salzgehalt aus der Leitfähigkeit ab, und die hängt auch von der Wassertemperatur ab. In frisch eingefülltem, kaltem Wasser zeigen sie deshalb oft zu wenig an. Prüfe so:
- Ist das Salz wirklich vollständig gelöst? Liegen noch Reste am Boden, weiter bürsten und warten.
- Miss den Salzgehalt unabhängig mit Teststreifen oder einem Messgerät.
- Stimmt der gemessene Wert, warte, bis sich das Wasser erwärmt hat, und prüfe die Anzeige erneut.
- Liegt der Wert tatsächlich zu niedrig, salze in kleinen Schritten nach.
Salze nicht allein nach der Anzeige der Anlage nach – sonst landest du schnell über dem Zielwert.
Wie füllst du während der Saison nach?
Verdunstetes Wasser ersetzt du einfach mit Leitungswasser, ohne Salz. Verdunstung entzieht dem Pool nur Wasser, das Salz bleibt im Becken. Salz verlierst du durch Rückspülen, Spritzwasser, das Ablassen nach starkem Regen und Teilwasserwechsel. Deshalb gilt: alle paar Wochen messen und nur bei Bedarf nachsalzen. Wie das zuverlässig klappt, erklärt Salzgehalt im Salzwasserpool messen.
Wenn du den Pool nach dem Winter wieder startest statt neu zu befüllen, hilft der Ratgeber Salzwasserpool in Betrieb nehmen.
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